Tuesday, August 23, 2016

DIY | Meine selbst gefärbte Shibori Bettwäsche - ich hab' nämlich am Wochenende Blau gemacht!

DIY | Shibori  Bettwäsche selber färben | luziapimpinella.com 
Ich habe am Wochenende einfach mal Blau gemacht. Vielleicht habt ihr es ja am Sonntag in meinen Instagram Stories gesehen... ich habe weiße Bettwäsche nach einer ganz simplen und nicht ganz so filigranen Shibori Methode gefärbt. Die Bettgarnitur hatte ich ehrlich gesagt schon vor eineinhalb Jahren gekauft, mit dem Plan, sie blau zu färben. Dann kam mir immer wieder mein eigener Perfektionismus in die Quere und ich ging das Projekt nie an. Ich hatte keine Erfahrungen mit so großen Wäscheteilen und hatte auch Zweifel, ob das so funktionieren würde, wie ich es mit theoretisch vorgestellt hatte.

Und dann stupste mich neulich der Zufall endlich an. Ich sah auf Instagram bei der lieben @hochhausfürhasen, dass sie Bettwäsche gefärbt hatte und zwar genau nach der Methode, die ich mir theoretisch so gedacht hatte – und das auch noch in der Waschmaschine! Jetzt gab's nun wirklich keine Ausreden mehr. Und nachdem ich sogar von meiner Kollaboration mit Dylon noch ein Päckchen Textilfarbe in Jeans Blue* herumliegen hatte, ging es direkt am Wochenende los. 

Wisst ihr eigentlich, wo der Begriff "Blau machen" herkommt? Ich habe die Geschichte vor Jahren mal gelesen und fand sie so kurios, dass ich sie euch natürlich nicht vorenthalten möchte - also, falls ihr sie noch nicht kennt. Angesehen von dem klassischen Indigoblau, wurde hierzulande früher das Blau auch mit der Färberpflanze Waid gefärbt. Die Blätter der Waid-Pflanze wurde geerntet, zerstampft und in der Sonne getrocknet. War das Wetter dann sonnig und beständig genug, wurde gefärbt. Das Blaumachen bedurfte nämlich mindestens zwei Wochen Hitze und Sonnenschein. Die getrockneten Blätter wurden mit hunderten von Litern Flüssigkeit in große Bottiche gefühlt und in der Sonne stehen gelassen. das Besondere daran: die Flüssigkeit war kein Wasser, sondern es musste menschlicher Urin sein. Denn nur so fand beim Gären der Brühe in der Sonnenhitze die chemische Reaktion statt, die die blaue Farbe entstehen ließ. Um die Bottiche zu füllen mussten also so einige Menschen Pippi lassen. Die Leute im Mittelalter hatten keine Ahnung von der Chemie, die da stattfand, aber sie wussten, dass Alkohol die Blaufärbung deutlich intensivierte. Und da Alkohol natürlich zu schade war, um ihn direkt in die Gärbottiche zu schütten, nahm er die Umweg über den Menschen. Die Färber hatten also während des Ansatzes der Färbebrühe vor allem die Aufgabe, sich volllaufen zu lassen und für alkoholhaltigen Flüssigkeitsnachschub in den Bottichen zu sorgen. Zwar mussten sie sich auch ab und an um das Wenden der fauligen Blätter in der stinkenden Moke kümmern, aber den Rest der Zeit durften sie Bier, Met und sonstiges in rauen Mengen trinken und besoffen in der Sonne liegen... sie machten Blau und waren mächtig blau dabei!

DIY | Shibori  Bettwäsche selber färben | luziapimpinella.com

Mein Blaumachen war ein bisschen Leber schonender – hat aber trotzdem Spaß gemacht! Um auch die Hände zu schonen, habe ich übrigens beim Abschnüren der Bettwäsche Lederhandschuhe angehabt. Das letzte mal, dass ich mit einer Shibori Technik gefärbt habe, habe ich mir nämlich dicke Blasen an den Händen geholt. Mit den Handschuhen ging es jetzt besser, denn die Schur muss ja ordentlich festgezurrt werden – das war echt Schwerstarbeit bei der Größe der 200 x 200 cm Bettwäsche und ich war schweißgebadet. Vor dem Schüren habe den Bettbezug und die Kissen ca. 10 cm breit in einen Ziehharmonika-Streifen aufgefaltet und auch zwischendurch mal gebügelt.

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Kleiner Tipp nebenbei, falls ihr es nachmachen möchtet: Denkt an die Faltrichtung! Möchtet ihr Querstreifen erzeugen, dann faltet den Stoff von der Seite her auf. Möchtet ihr Längsstreifen, dann fangt oben oder unten an. Ich habe das nämlich vergessen und wollte eigentlich Querstreifen... ratet mal, was passiert ist! Gnaaaaaa. Nun gut, jetzt liegt unsere Bettwäsche eben verdreht auf dem Bett. Die Druckknöpfe habe ich dem Mann untergejubelt. ;)

Dank des Instagram-Postings von Hochhaus für Hasen war ich dann jetzt auch mutig genug, das Ganze ganz einfach in der Waschmaschine zu färben. Eigentlich wollte ich es nämlich in einem Farbbottich per Hand machen, aber so war es natürlich schön zeitsparend und so eine Farb-Sauerei war es auch nicht – man gibt ja das Pulver einfach in die Waschtrommel und los geht’s. Klar ist das wenig traditionell, aber zugegebenermaßen schön praktisch!

DIY | Shibori  Bettwäsche selber färben | luziapimpinella.com

Als ich die gefärbten und einmal ausgewaschenen Bettwäschestücke dann aus der Waschmaschine holte, hatte ich erst Sorge, dass das Ergebnis zu gleichmäßig wäre und die Farbe viel zu sehr unter die Schnürungen gedrungen. Schließlich wollte ja gern einen handmade Look. Als ich dann die Schüre aufschnitt war ich aber schon mal hoch zufrieden. Noch glücklicher war ich dann mit dem Ergebnis nach einem weiteren Waschgang der aufgefalteten Bettwäsche. Denn nachdem auch der letzte Rest der Textilfarbei heraus gewaschen war, zeigte sich dann sich noch ein viel subtilerer Farbverlauf des Blaus.
 
DIY | Shibori Bettwäsche selber färben | luziapimpinella.com

Ich bin so was von happy mit unserer neuen, alten Shibori Bettwäsche und frage mich {wie so oft bei anderen Kreativurlauben}, warum ich das Färben so lange aufgeschoben hatte. Das spornt mich jetzt auch mal an, endlich das Schlafzimmer zu ende zu renovieren und neu zu dekorieren... da soll ja schon so lange neue Farbe an die Wände. ;) 

P.S. Übrigens mache ich demnächst einen Shibori Workshop bei Ranipink... da lerne ich sicherlich viel filigranere und kunstvolleren Abbinde-techniken und es wird auch mit richtigem Indigo-Pulver gefärbt. Ich bin schon so gespannt und werde natürlich berichten! 

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Thursday, August 18, 2016

Unser Südengland & Cornwall Roadtrip - 14 Dinge, die man dabei haben sollte

Travel - Südengland & Cornwall Roadtrip - 14 Dinge, die man dabei haben sollte - Seafront Margate | luziapimpinella.com

Wir sind ja jetzt schon ein paar Tage von unserem Südengland & Cornwall Roadtrip zurück und ich sortiere immer noch meine Eindrücke {und kämpfe nebenbei gegen eine lästige Sommergrippe}. Dass wir überhaupt einen Sommerurlaub auf der britischen Insel in Betracht gezogen haben, damit haben wir uns ein bisschen selbst überrascht. Außerdem war es natürlich auch ein bisschen dem Umstand geschuldet, dass sich das Fräulein in diesen Sommerferien für knapp zwei Wochen auf einer Sprachreise in Eastbourne aufhielt. Dass es uns so super gefallen hat, hat uns auch ein bisschen überrascht, nachdem es uns ja sonst gerne mal in fernere und sonnigere Gefilde zieht. Wir könnten glatt zu Wiederholungsreisenden werden!

Friday, August 12, 2016

Starke Mütter starke Töchter - mehr Mut zum Ich {enthält Reklame & einGewinnspiel für mehr Mutter-Tochter Wir-Momente}

Familienleben & Pubertät | Starke Mütter starke Töchter - mehr Mut zum Ich | luziapimpinella.com

Sei doch mal ein bisschen mehr Pippi und ein bisschen weniger Annika! Das ist mir schon des öfteren gegenüber meiner Teenie Tochter heraus gerutscht. Im nächsten Moment möchte ich mir dann gleich auf die Zunge beißen. Denn, wenn ich eins als Mutter sehr schnell gelernt habe, dann ist es, dass „der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ überhaupt nicht immer gilt. Mein Kind ist kein Mini-Me und auch keine Pippilotta! Das muss ich mir dann manchmal selbst ins Gedächtnis rufen. Sie ist wie niemand sonst, sondern ein ganz einzigartiges und wunderbares Wesen . Genau das ist auch gut so.

Monday, August 8, 2016

Warum ich Instagram Stories jetzt schon liebe, obwohl ich Snapchat nie mochte

Bloggerlife | Warum ich Instagram Stories jetzt schon liebe, obwohl ich Snapchat nie mochte | luziapimpinella.com

Seit ein paar Tagen gibt es Instagram Stories – und ich hab mich selbst überrascht. Ich mag es nämlich. Natürlich empören sich die Snapchat Fans, dass die Funktion ganz kackdreist bei der Snap-App geklaut wurde. Ja, das stimmt. Aber ich denke auch... so what? Denn das überrascht mich tatsächlich nicht. Für mich heißt dieser Klau: endlich habe ich alles benutzerfreundlich in einer App und das ist auch noch meine liebste. Ach ja, und viele Leute, die ich mag sind schon da. Also yay!

Wednesday, August 3, 2016

10 Dinge in meinem August

lifestyle | 10 Dinge im August | luziapimpinella.com

Der Juli ist wie im Fluge vergangen. Für uns drei mit einem tollen Urlaub {vielleicht habt ihr uns ja ein bisschen unter #thepimpnellasgosouthengland auf meinem Instagram verfolgt} und mit wunderbaren Momenten in unserer kleinen glücklichen Familienblase. Unterbrochen leider von den allerschrecklichsten Push-Mitteilungen meiner Nachrichten App.  Natürlich habe ich es nicht geschafft, so wie in meiner Juli-Liste angekündigt, diese zu ignorieren. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch,

Saturday, July 30, 2016

DIY | tiefschwarz ist das neue grau-gesprenkelt - wie die abgeranzte Lieblingshose wieder tragbar wird {enthält Werbung für eine easypeasy Farbauffrischung der liebsten Klamotten}

DIY | Lieblingsklamotten mit Textilfarbe auffrischen - schwarz ist das neue grau | luziapimpinella.com

Das ist meine Lieblingshose. Mit der habe ich schon so einiges erlebt. Nette Sachen! Aber wie das mit Lieblingssachen so ist, sind sie eben viel getragen, vom häufigen Waschen oft ziemlich ausgeblichen und etwas abgeranzt. Ist ja klar, wenn man schon einiges durchgemacht hat. Das geht an niemandem spurlos vorbei.  Aber ich konnte mich bisher trotzdem nicht von dieser Jeans trennen, auch wenn ihr Aussehen schon lange nicht mehr gesellschaftsfähig war.

Tuesday, July 26, 2016

Rezept für asiatisch inspirierten Beluga-Linsensalat mit Mango, Avocado, Koriander & Limetten-Dressing


Ich mag Beluga-Linsen schon allein wegen des irgendwie niedlich feinen Größe und wegen des Namens, der an die noble Kaviar-Sorte angelehnt ist. Ich Liebe Linsen im allgemeinen - die klassische süß-saure Linsensuppe meiner Mom versuche ich immer noch erfolglos zu kopieren und im Herbst liebe ich unser rotes Linsensüppchen mit vielen exotischen Gewürzen {ich glaube das Rezept dafür muss ich mal wieder aus den Tiefen meines Blog-Archivs hervor holen, denn nachkochen lohnt sich.}. Die Linse macht sich ja generell gut in deftigen Gerichten, die einem bei kalten Wetter den Bauch wärmen, aber sie kommen ja eigentlich eher aus sonnigen, südlichen Gefilden. 

Saturday, July 16, 2016

Meine Sommer-Playlist 2016 für eure Ohren - enthält coole Beats &Reklame für satten Unterwegs-Sound ohne lästige Kabelage

Meine Sommer Playlist 2016 & coole Bloototh Musik-Gadgets | luziapimpinella.com

Meiner Sommer-Playlist 2015 habe ich am liebsten hier gelauscht - in einem Chiringuito am Strand von Tarifa in Andalusien. Dieses Jahr nehme ich meine Musik mit nach Südengland und auch wenn ich annehme, dass ich mich dort nicht so üppig mit Sonnencreme einschmieren muss, werde ich froh sein, dass fortan keine Kabel mehr am Sonnenschutz kleben. Meine neuen Kopfhörer sind nämlich kabellos und funktionieren via Bluetooth. Yay!